Digital Rights Management mit Stühlen
Wednesday, January 19th, 2005 | Internet gucken
Frieder Nake sagte mir mal, dass es gute Kunst schafft, eine Sichtweise auf Dinge auf den Kopf zu stellen. Insofern ist der Internet Chair hervorragende Kunst, denn er schafft es, gleich eine ganze Menge absurder Ideen in dem Stuhl abzubilden:
Man kauft nicht mehr einen Stuhl, sondern man kauft Zeit zum Sitzen. Mit Hilfe eines Ausweises oder einer Kreditkarte wird sichergestellt, dass man nicht zulange auf dem Stuhl sitzt, die Daten werden an den Lizenzserver geschickt. Mit Benutzung akzeptiert man die “Terms and Services“, die unter anderem verbieten, die Funktionsweise von Stühlen zu verstehen “You agree not to attempt to understand how chairs work.”
Inspiriert wurde die Arbeit wohl durch eine Reihe von Lizenzen, die den Zugang pro Sitz (seat) reglementieren.
Beeindruckend.
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“You agree not to attempt to understand how chairs work.”
Kommt aber stark auf die Betonung an. Stell Dir mal nach “not” ein Komma vor. Dann sieht’s schon wieder ferundlicher aus. Die Gesamtidee jedoch ist bestechend!
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20. January 2005