Über gefühlte und erlebte Armut

Saturday, January 29th, 2005 | Internet gucken

Aufgehängt am dem Sternartikel “Das wahre Elend” von Walter Wüllenweber schreibt praschl

es schickt sich nicht. es schickt sich nicht, durch einen armenbezirk zu gehen, die armen zu mustern und aufzuschreiben, dass sie keine armen sind, weil sie dieses und jenes und das auch noch haben. es schickt sich auch dann nicht, wenn man das nur zwei drittel eines artikels lang so betreibt und ein drittel lang hinterherschiebt, dass es doch eine armut gibt, die armut im geiste, die armut an bildung usw. dieser blick schickt sich nicht, dieses inventarisieren des besitzes schickt sich nicht, diese befunde, dass es den gemusterten doch an gar nichts gebricht, jedenfalls nicht an besitztümern und habseligkeiten. es schickt sich nicht, weil es wieder einmal über andere leute feststellt, dass sie zu viel haben, zu vieles haben, weil es über anderer leute bedürfnisse befindet, dass es keine richtigen bedürfnisse sind, sondern nur falsche – und weil diese anderen leute die leute sind, denen man ohnehin schon vieles genommen, nie gegeben hat, weil diese anderen leute jene leute sind, die sowieso unaufhörlich auf eine weise angesehen werden, die kein ansehen ist, sondern ein ins-visier-nehmen, ein auf-sie-anlegen, ein überprüfen dessen, was ihnen noch zugemutet werden kann, und sei es auch nur im konjunktiv.

im Rahmen einer interessanten und langen Diskussion. Sehr beeindruckend.

No Comments to Über gefühlte und erlebte Armut

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30. January 2005

Sehr beeindruckt von “es schickt sich nicht…”? Ich würde sagen, daß nur mal wieder ein Gutmensch die Betroffenheitsflagge der Political Correctness hochhält. Es schickt sich halt einfach nicht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Malte Diedrich
30. January 2005

Du hast den Artikel und die Diskussion komplett nicht verstanden (oder gelesen).

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