LiMux – Migration der Verwaltung Münchens zu Linux
Thursday, February 24th, 2005 | Technik
Einige Notizen
Die Grundlagen
- 14.000 Rechner
- ca. 300 Anwendungen
- verschiedene Szenerien
- Linux und OpenOffice
- WinXP und OpenOffice
- zentrale Beschaffung und Strategie
- dezentraler Betrieb, z. B. Helpdesks
Beschluss
- Neue Entwicklungen möglichst nur noch als Webanwendungen
Kosten ca. 35 Millionen
- 38% Schulungen
- 18% Einführungen
- 15% Umstellung Makros
- 10% Anwendungsmigration
Vorstellung des Projekts den Mitarbeitern
- “Da kann man ja eine Maus benutzen”
- “Ich hab da eine Diskette mit einer Exceltabelle
Ziele Migration
- Durchführung ohne Gefährdung des Dienstbetriebs
- Lösungen sollten bevorzugt herstellerunabhängig und auch unabhängig vom BS und Office sein
- Migration der Fachverfahren auf webbasierte Lösungen oder native Linux-Anwendungen
- Konsolidierung und Migration der PC-Standard-Anwendungen
- Konsolidierung und Migration von MS-Office Makros, Formularen und Vorlagen
- Einführung von Systemmanagement-Lösungen
Rahmenbedingungen der Migration
- Umstellung möglichst durch eigenes Personal
- weiche Migration mit dezentraler Zuständigkeit
- unproblematische Bereiche zuerst
Erste Erkenntnisse der Migration
- Enormes Interesse an der Stellenausschreibung
- die beabsichtigte EU-Richtlinie erhöht das Risiko für den Einsatz von Open Source vermutlich nicht:
- Keine Trivialpatente
- technische Beitrag nötig
- Risiko beim Einsatz von Open Source und kommerzieller Software nahezu gleich
Begonnene Schritte
- Abschliessen der Ausschreibung des Basisclients
- Aufbau des Linux Client Teams
- Ausschreibungen für Schulungsmodule und Fachverfahren
- Entwicklung einer Office-Migration
- Beginn von Pilotprojekten
- Ende 2005 Beginn der Umstellung in den ersten Referaten, zunächst OpenOffice und Mozilla unter Windows,
- Architekturfestlegung für einheitliche Authentifizierung und Ressourcen (LDAP)
- Auswahl Softwareverteilung
- Projekte zur Anbindung von OpenOffice an bestehende Fachverfahren, BS2000 und SAP R/3 an OpenOffice
- Umstellung und Erneuerung von zentralen Applikationen
- Aufbau von weboptimierter Hardware (Bladeserver unter Linux)
- Anbindung von bestehenden File-und Printservices an den Linux-Desktop durch Samba, Novell Netware
Zukunft
- Austausch per PDF und Word97-Dateiformat, später XML
- SAP unterstützt auf ganzer Ebene die Migration
- Support wird bei 30-40 Leuten erwartet, diese Einsparungen machen die Lizensierungskosten zweitrangig
- München sieht sich als Eisbrecher, Beratungen in Wien und Paris, viele kleinere Gemeinden fragen an, der Basisclient wird nach Fertigstellung frei verfügbar
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