Solaris 10

Thursday, February 24th, 2005 | Technik

Vortrag von Daniel Jäschke

ziemlicher Werbevortrag, auch wenn der Vortragende versucht, nicht als Marketingmensch zu erscheinen.

Solaris 10 Release Cycle – Was ist neu

ca. alle 4 Jahre wird eine neues Release herausgebracht, Solaris 8 wird demnächst auslaufen. Insgesamt wird ein Release ca. 9 Jahre benutzbar sein.

Sun wird Solaris offenlegen, der Prozess begann (mit DTrace), allerdings müssen legale Probleme umschifft werden, Stichwort hier sind Softwarepatente, Unix-Patente
Solaris wird nicht mehr plattformspezifisch verkauft, sondern ein Solaris mit gleichen Features wird auf Sparc und x86 laufen, auch 64Bit Opteron wird unterstützt.
Neue Dinge in Solaris 10

Selfmanagement erkennt zukünftige Fehler und versucht die entsprechenden Geräte herauszunehmen
TCP/IP Stack hat einen enormen Performancesprung gemacht
Die Standardkonfiguration (Out of the box) ist viel performanter geworden

Dynamic Tracing

Dann ein paar Werbefolien, Solaris ist schneller als Linux, sagen die Folien. Das ist eine Überraschung.

Service Management Facility

  • Keine Verbindung zwischen Services, Abhängigkeiten werden nicht beachtet
  • Bootprozesse laufen schneller, da viele Prozesse parallel gestartet werden können
  • Services werden aus der init.d und rc.d konvertiert, können aber auch herkömmlich gestartet werden.
  • Hilfe gibt es auch über man smf

Solaris Container (Zones)

  • Herkömmlcihe Auslastung ca. 20-30%, da eine Applikation pro Server
  • Suns Lösung: Virtualisierung durch Domains (Partitions), denen jeweils einige Prozessoren zugeordnet werden. Diese können dynamisch gewechselt werden. Innerhalb einer Domain können Container definiert werden, die als unabhängige BS-Instanzen erscheinen, d. h. gebootet werden, als Root arbeiten usw. Daher können z.B. bestimmte Kunden nur 4 Prozessoren bekommen, für mehr müssten sie mehr zahlen
  • Fair Share: Applikationen bekommen Prozessorleistungen zugesichert, überschüssige Prozessorlast wird nach Bedarf verteilt
  • Virtuelle Maschinen vs. Container: Virtuelle Maschine: Virtualisierung im Betriebssystem oder darüber, jedes BS hat seinen eigenen Kernel mit entsprechendem Overhead. Solaris: Ein Kernel wird von allen Containern genutzt.
  • Zone: Virtuelles BS
  • Container: Zone plus Resource- Management
  • Zonenbeispiel: Virtuelle Server werden sehr schnell gebootet, Zonen sind von innerhalb komplett unsichtbar, man kann nicht von einer Zone in die andere Wechseln.
  • Rechtevergabe viel differenzierter
  • Software Partitionierung
  • Trusted Solaris

DTrace (Dynamic Tracing)

  • “Jeden Morgen ist das System langsam” “Leistung verdopplet, Output steigt aber nur um 10%”
  • Bisherige Methoden: mdb, truss, Veränderung der Binaries, alles recht unsicher und schlecht im Produktivsystem zu nutzen
  • DTrace ist mit wenig Overhead im Produktiv zu nutzen
  • DTrace besteht aus eine Scriptsprache D, die ähnlich perl ist und 40.000 Sensorpunkten
  • Skripte können auf beliebige Punkte im BS zugreifen, z.B. /dev/null abfangen, Abfragen der System-ID abzufangen und zu ändern

ZFS

  • Problem bei lokalen Dateisystemen: Kein umfassendes Konzept gegen Dateikorruption, viele Limits: Dateigrösse,
  • ZFS hält immer ein konsistentes Dateisystem vor
  • 128 Bit, daher absehbar kein Limit in der Dateigrösse
  • Kleines Beispiel: 2 Platten, 3 Nutzer, Aufgabe: Plattenplatz hinzufügen, mit 4 Befehlen erzeugt, mit 1 Befehl werden zwei neue platten hinzugefügt

Fragen

  • Quotas auf Verzeichnisebenen? Ja.
  • Was fehlt: Es kommt noch eine graphische Oberfläche um Zonen zu erstellen
  • Kernelpatches bei Zonen: Vorteil schnell eingespielt, Nachteil: man kann schlecht Testumgebungen erstellen, aber diese Möglichkeit kann über Domänen aufgebaut werden.
  • Verzeichnisse können global oder lokal in der Zone erstellt werden, aber man kann von einer Zone keine andere Zone beeinflussen. Globale Dateien können kopiert oder Read-Only gemountet werden.

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