Resourcen

Wednesday, April 27th, 2005 | Universität

Eine Resource

  • wird entdeckt
  • wird benutzt
  • wird ausgebeutet
  • ist erschöpft
  • wird ersetzt

Auslastung und Belastung von Humanressourcen ausgewogen gestalten

Ekelhafte Sprache. Hoffentlich formt die nicht das Denken. Welch Wunschtraum.

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Bob
28. April 2005

Ich war da. Hatte den Flyer in der Mensa gefunden und bin aus Neugier mal rüber gelaufen. Das Problem was da angesprochen wurde findet sich in jedem größeren Uniprojekt wieder: einige wenige machen die Arbeit, der Rest macht nichts oder ist zumindestens nicht “voll ausgelastet”.

Der Mensch, der dort vorgetragen hat, kam von NordIT und zeigte das Dilemma auf, das sich ergibt, wenn du im Beraterbereich mit festen Mitarbeitern arbeitest. Einige werden von den Kunden nicht ausreichend nachgefragt und haben nicht genügend Projekte, kriegen also die Stunden nicht voll, die der Firma Ertrag bringen. Andere könnten 30h pro Tag arbeiten und würden durchgehend Kohle in die Kasse spülen. Beobachtung: es gibt nicht allzu viele vom letzteren Typ und letzterer Typ neigt dazu, sich kaputt zu arbeiten. Wie aber nun den Guten dazu bringen die Schwächeren zu unterstützen und weniger bezahlte Stunden (für die Firma) zu leisten, wenn letztendlich nur der Schotter zählt, um wiederum alle festen Mitarbeiter bezahlen zu können?

Diese Frage wurde da aufgeworfen. Als mögliche Lösungen wurden da aber keine Controlling Konzepte vorgestellt, sondern eher Möglichkeiten im sozialen Bereich, Wissensmanagement und Struktur von Projektarbeit, etc. ins Auge gefasst.

Ich finde das Konzept, über Fragestellungen, die Unternehmen beschäftigen und die durchaus auch unangenehm sind mit Studierenden und Absolventen zu diskutieren, gut. Zumal der Mensch gestern sich wirklich für das interessiert hat, was die Studierenden zu sagen hatten.

Leider waren nur drei Leute da, vielleicht lag es an dem miesen Titel? Zu sagen, daß einen so ein Scheiß nicht interessiert und da eh nur geknüppelt, gebuckelt und entlassen wird ist rechtens. Geld verdienen muß aber jeder irgendwann mal und da macht es Sinn, sich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen, auch wenn die Konsequenz lautet, daß man sich so einen Stress nicht antun will und lieber selbständig wird oder an der Uni bleibt.

SpeexX Blog
28. April 2005

Sprachliche Kälte

Menschen sind immer noch Menschen. Das unterscheidet sie von allem anderen. In dieser Beziehung verroht die Wirtschaftssprache immer stärker. So hat es das Wort Humankapital immerhin zum

Malte
28. April 2005

Danke für den langen Kommentar. Meine Kritik richtet sich auch nicht an den Vortragendenden oder die (von dir bestätigte) Intention. Ich hab nur Bedenken, dass diese Denkweise, die sich in Sprache manifestiert (oder eben umgekehrt) allzu nachlässig benutzt wird.
Darüber nachzudenken, wie man seine Mitarbeiter fair behandelt ist wichtig und in Ordnung. Diese Sprache ist es nicht. Dass dies häufig Nachlässigkeit ist, sollte man erhoffen. Ob die Sprache auch in Bezug auf Menschen nutzungsextreme Denkweisen fördert, steht offen.

Malte
28. April 2005

Ich hatte überlegt, ob ich diese erklärenden Sätze mit in den Beitrag stellen sollte, als ich ihn schrieb, hatte aber aus textdramatischen Gründen drauf verzichtet. War vielleicht keine gute Entscheidung.

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