Sie haben Nazi-Post und verlieren ihren Job

Monday, May 16th, 2005 | Medienherpes

ein neuer Wurm geht um und beglückt andere Menschen mit Nazilinks. Man wundert sich vielleicht bei der ersten oder zweiten Mail, danach schickt man dann die Mails in den Spamorkus und hat seine Ruhe. Wenn man allerdings “Associate Professor for Multimedia Policy” ist, dann bedroht man die gefälschten Absender mit “dienst- und zivilrechtlichen Schritten” und schickt diese Mail natürlich auch an meine (ehemalige) Chefin. Ganz grosse Leistung.

Zur Dokumentation meine Antwort:

Hallo XXX XXX,

warum Sie derartige Mails bekommen, erläutert Heise online:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/59562

Ich zitiere daraus: “Man sollte sich allerdings davor hüten, die vermeintlichen Absender der Mails einer rechtsradikalen Gesinnung zu verdächtigen: Die Absenderadressen sind samt und sonders gefälscht.”

Ich würde mich freuen, wenn die nächste Virenschwemme keine Drohungen mehr von Ihnen an mich auslöse.

Mit freundlichen Grüssen,

Malte Diedrich

Ich bin schon ein wenig genervt.

No Comments to Sie haben Nazi-Post und verlieren ihren Job

Joern
17. May 2005

Das Gesicht Deines Gegenübers beim Öffnen der Email hätte ich gerne gesehen. Wie schön das jeder das uneingeschränkte Recht hat sich Lächerlich zu machen.

e-japan
17. May 2005

Gelöscht, bitte keine Namensspekulationen.

mutant
17. May 2005

supatopcheckaprofs da in ihre disziplin drinne.
auweia.

XXX XXX
17. May 2005

Gut gemeint ist nicht immer gut,

Um die Geschichte etwas abzurunden und den Unterhaltungsfaktor zu erhöhen, hier meine Antwort auf die nette Nachhilfe von Herrn Diedrich:

Sehr geehrter Herr Diedrich,

Vielen Dank fuer Ihre Erlaeuterung. Interessanterweise habe ich allerdings bisher nur von Ihrer Email Adresse solche Mail erhalten, weshalb es sich mir nicht als Virenschwemme, sondern als Propaganda von einer einzigen, legitimen Emailadresse darstellte. Mag sein, dass die eigentliche Schwemme unseren Server noch nicht erreicht hat oder weggefiltert wurde.

Nun koennte man das alles als bedauerlichen Irrtum auf sich beruhen lassen, wenn die digitale Plaudersucht nicht auch bei Ihnen ihren unvermeidlichen Niederschlag gefunden haette und so Ihre freundliche Antwort ein doppeltes Gesicht traegt:

> Sie haben Nazi-Post und verlieren ihren Job
> … Man wundert sich vielleicht bei der ersten oder zweiten Mail,
> danach schickt man dann die Mails in den Spamorkus und hat
> seine Ruhe. Wenn man allerdings “Associate Professor for Multimedia
> Policy” ist, dann bedroht man die gefälschten Absender mit
> “dienst- und zivilrechtlichen Schritten” und schickt diese Mail
> natürlich auch an meine (ehemalige) Chefin. Ganz grosse
> Leistung. …
(http://www.nichtfickerzone.de/2005/05/16/sie-haben-nazi-post-und-verlieren-ihren-job/)

Manchmal ist die Sache ganz einfach: Bestimmten Spammern ist nur durch klare Worte beizukommen–dafuer gibt es ja auch entsprechende rechtliche Regelungen. Warum Sie aus meiner Sicht zu dieser Sorte zu gehoeren schienen, habe ich oben beschrieben. Dass das ein Irrtum war, ist inzwischen klar. Ebenfalls klar ist aber auch, dass Sie deshalb Ihren Job keineswegs verlieren (auch wenn die Ueberschrift das melodramatisch nahelegt), es sei denn Sie waeren tatsaechlich Urheber der Mails und dann waere es ja wohl auch nicht das Duemmste.

Bevor Sie sich also in Verschwoerungstheorien und Bedrohungsszenarien verrennen bzw. sich zum Maertyrer und Raecher der Entmailten hochstilisieren, sollten Sie sich die Sache noch mal durch den Kopf gehen lassen. Auch die nette Schlussfolgerung “Wenn man allerdings “Associate Professor for Multimedia Policy” ist, dann bedroht man die gefälschten Absender…” mag sensationell klingen, wird dadurch aber nicht besser. Aber vielleicht ist das ja auch nur der Typ von Humor, der in den gelinde gesagt seltsamen diversen URLs, unter denen Ihr Blog laeuft, zum Ausdruck kommt.

In diesem Sinne kann ich das Kompliment nur zurueckgeben: Ganz grosse Leistung!

Ihr XXX XXX

g.
17. May 2005

Sober.$ ($ sei ein beliebiger Buchstabe zwischen a und z) benutzt meiner Erfahrung nach meist emailadressen aus dem gleichen Adressbuch.

Auf diese Weise hab ich mal von ner Bekannten die emailadresse ihres Freundes erfahren – völlig nutzlos, aber mal wieder ein Beispiel wie leicht sich Privatheit im Netz auflöst.

e-japan
18. May 2005

da hätte herr xxxx mal so mutig sein können und seine großen worte mit seinem echten namen unterschreiben können. eine präventivandrohung ohne sich vorher informiert zu haben ist trotz allem kein geeignetes mittel der spambekämpfung. aber herr xxx nimmt wohl solche kollateralschäden in kauf.

xxx xxx
18. May 2005

Kollateralschäden? Sie verwechseln hier wohl Krieg und Internet. Das ist dumm und auch zynisch gegenüber denjenigen, die wirklich Opfer von Kollateralschäden sind.

Warum ich mir rechtliche Schritte _vorbehalten_ (und übrigens nicht angedroht!) habe, ist oben hinreichend erläutert. Aber ich kann es gerne auch noch einnmal ausführlich machen falls es irgendwo klemmt.

Und was den Namen angeht… hätte ich vielleicht mutigerweise e-japan wie Sie schreiben sollen?

xxx xxx
18. May 2005

Nur mal so zum Vergleich…

hier ist Herr Diedrichs Interpretation der Dinge:
> dann bedroht man die gefälschten Absender mit “dienst- und
> zivilrechtlichen Schritten”

und hier ist was ich wirklich schrieb:
> Sollte ich weiterhin Propagandamails von Ihnen
> erhalten, behalte ich mir dienst- und zivilrechtliche
> Schritte vor.

Kleiner Unterschied.

e-japan
18. May 2005

Ihre unangemessene Beschuldigung löste erst Herrn Diedrichs Reaktion aus. Anstatt sich hier über diese Reaktion zu ereifern sollten Sie lieber überlegen ob solcherlei Streuangriffe der richtige Weg sind um das Übel zu bekämpfen. Es würde Ihnen auch gut zu Gesicht stehen, sich für eine fehlerhafte und ungerechtfertigte Anschuldigung beim Beschuldigten zu entschuldigen, was Sie meines Wissens nach bis dato nicht getan haben.

Mir Dummheit und Zynismus vorzuwerfen zeugt davon dass sie in keiner Weise an einer ernsthaften Diskussion des Sachverhaltes interessiert sind.

Ich bemerke zuätzlich, dass Sie weiterhin anonym posten. Immerhin ist meine Adresse auf meiner Webseite nachzulesen und meine Email-Adresse ist in jedem meiner Posts enthalten.

Übrigens definiert das BGB “Drohung” wie folgt:
‘Inaussichtstellen eines künftigen Übels, dessen Eintritt nach Vorgabe des Drohenden von seinem Willen abhängig ist’

Damit ist Ihr Satz:
“Sollte ich weiterhin Propagandamails von Ihnen
erhalten, behalte ich mir dienst- und zivilrechtliche
Schritte vor.” sehr wohl als Drohung zu verstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Panhoff
30 Gonzales Street
Macgregor
4109 QLD
Australia

eraser
18. May 2005

Auf Spam-Mails zu antworten ist generell dusslig. Nuff said

audio
18. May 2005

so ist es… in den meisten fällen kann man davon ausgehen, das die absenderadressen nicht zum eigentlichen absender gehören. und wenn doch dann signalisiert man dem spamversender das vorhandensein einer funktionierenden mailadresse – und spätestens dann kann man sich vor spam-attaken nicht mehr retten…

Anonymous
18. May 2005

Warum regelt ihr das Ganze nicht einfach wie Männer und schlagt euch gegenseitig die Fresse ein?

xxx xxx
18. May 2005

Hezlichen Dank, lieber Herr e-japan oder Panhoff oder was immmer Ihr Name sein mag (als ob das was zur Sache täte), für Ihre netten Ratschläge. Sie basieren leider auf einer völligen Fehleinschätzung, die freilich gar nicht erst entstanden wäre, hätten Sie meine o.a. Mail tatsächlich gelesen und verstanden. Von STREUANGRIFF (sie lieben es militärisch martialisch, nicht wahr?!) kann jedenfalls keine Rede sein, es sei denn EINE Email an EINE Person ist bei Ihnen ein Streuangriff, aber das wäre dann ein semantisches Problem.

Mein Beschuldigung war übrigens nicht unangemessen sondern irrtümlich. Warum, ist oben ebenfalls erklärt. Dass ich das ganze für einen bedauerlichen Irrtum halte, steht da auch. Eine Entschuldigung wäre mir sofort und leicht über die Lippen gekommen, hätte Herr Diedrich das Ganze nicht zur öffentlichen Jammerparade aufgeblasen. Auch das ist oben zu lesen.

Die “Drohung” ist im Konditional (ebenfalls oben nachzulesen). Also abhängig vom weiteren Verlauf der Dinge. Die wurden schnell geklärt, “Drohung” hinfällig. Ein solches Konditional wird üblicherweise als Rechtsmittelvorbehalt bezeichnet.

Was die “ernsthafte Diskussion” angeht, so sind dafür immer mindestens zwei notwendig. Ich kann solchen Diskussionsernst weder in Ihrer überzogenen Militärmetaphorik erkennen, noch in der Tatsache, dass Herr Diedrich es bislang vorgezogen hat, sich nach seinem Jammerbloging in Schweigen zu hüllen.

So what?

P.S. sollten Sie das dringende, wenngleich unwahrscheinliche Bedürfnis haben, mir eine Email zu senden, können Sie das unter setradis@yahoo.com tun — aber bitte keinen Spam ;-)

sven
18. May 2005

Über was man so stolpert beim herumsurfen… unglaublich das eine SPAM Mail zu solchen Reaktionen führen kann, ich bin wirklich fasziniert ob dieser Reaktion.
Kennen sich die Beiden hier persönlich? Eine wunderbare Geschichte, wenn ich alle Bekannten unter deren Namen ich Spam bekomme so behandeln würde dann … weiss ich auch nicht.

Malte
19. May 2005

Bisher sah ich noch keinen Anlass, etwas zu kommentieren.

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