Bewertung eines Gesprächs mit Holger Haase von LN-Online

Thursday, December 28th, 2006 | Lübeck, Medien

Ich bin wegen einiger Dinge etwas irritiert (da ist jetzt Ironie drin und manches ist auch überspitzt dargestellt, nur so als Hinweis):

  • Herr Haase bekommt als über den Verlauf der Feiertage 434 Mails, davon 380 Spam-Mails. Diese werden anscheinend zumindestens oberflächlich gesichtet. Zum Vergleich: Ich habe heute mal bei GMail nachgeguckt, ich habe ca. 6000 Spammails im Spam-Ordner, dieser hält die Mails 30 Tage vor, also ca. 200 Spammails pro Tag. In meine Mailbox kommen ca. 1-2 Spammails pro Tag, fälschlicherweise als Spam gekennzeichnete Mails (false-positive) vermutlich eine pro Monat (vielleicht finde ich ja nicht alle). Von den 434 Mails ist eine einzige (nämlich meine) keine automatisiert versandte Nachricht. Trotzdem nimmt er sich nicht die Zeit, diese sorgfältig zu betrachten und übersieht den Anhang.
  • Bevor Herr Haase bei jemandem nachfragt, was er denn genau mit der wohl übermässig aufwändigen E-Mail meint, wird ein Blogeintrag geschrieben, die Mail im Volltext zitiert (zumindestens den gefundenen Teil), der vollständige Name genannt und sich über den frechen Mailschreiber lustig gemacht, der sich erdreistet, nicht genug Informationen über das technische Problem beim Blogbetreiber zu liefern. Wenn der Frechdachs schon eine Anmerkung machen will, dann soll er die ungeheure Komplexität und den gigantischen Umfang des LN-Online-Betriebs würdigen.
  • Wenn man dann später entdeckt (bzw. darauf gestossen wird), dass man einen Fehler gemacht hat, dann wird nicht etwa der Originalbeitrag geändert (natürlich nachvollziehbar), sondern nur ein kurzer Kommentar angehängt.
  • Der wesentliche Punkt meines Anrufs war, dass meine Mail falsch dargestellt wurde. Angekommen ist anscheinend, dass ich mich über den Blogeintrag mit dem unglücklichen Bäckervergleich von Herrn Haase aufgeregt habe. Ganz falsch, den Beitrag halte ich eher für ein Zeichen von falschem Verständnis von Journalimus.

Insgesamt halte ich das nicht für die Krone des journalistischen (oder auch professionellen) Arbeitens.

3 Comments to Bewertung eines Gesprächs mit Holger Haase von LN-Online

dogfood
30. December 2006

Ich halte ja den Bäcker-Vergleich im Übrigen für ziemlich gelungen. Wenn ich mich in Hamburg umschaue, gibt es nur noch wenige klassische Bäcker. Die meisten “Bäckereien” sind Kamps und Konsorten, deren Existenzberechtigung im simplen Aufbacken von kleinen, fertig angelieferten Teiglingen besteht.

Womit wir wieder beim Journalismus sind…

Malte Diedrich
30. December 2006

Ja, ich bin sicher, dass Herr Haase so verstanden werden will.

[...] hat zur Zeit offenbar leichte Probleme, meinem Namensvetter Holger seine Sichtweise so rüberzubringen, dass dieser sie auch versteht. Das kann schon mal vorkommen und sollte sich [...]

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