Universität

Storytron

Monday, October 16th, 2006 | Universität | No Comments

Chris Crawfords Firma über Interactive Storytelling.
(via)

AJAX-Buch Online

Monday, January 9th, 2006 | Universität | 1 Comment

Das Buch “AJAX – Frische Ansätze für das Web-Design” von Olaf Bergmann und Carsten Bormann ist jetzt beim Verlag auch online verfügbar. Sehr schön.

Unis bewerten

Monday, January 2nd, 2006 | Internet gucken, Universität | No Comments

Hier kann man übrigens die Dozenten der besuchten Hochschulen und Universitäten und ihre angebotenen Veranstaltungen in den Himmel loben.

Kreo schreibt wahre Worte

Tuesday, December 6th, 2005 | Universität | No Comments

Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski
Fachbereich Mathematik/Informatik
Theoretische Informatik

Offener Brief an den Rektor der Universität Bremen
anlässlich seines Besuchs des Fachbereichs 3
am 12. Dezember 2005

Lieber Wilfried,

deinen Besuch des Fachbereichs Mathematik/Informatik am 12. Dezember 2005 möchte ich zum Anlass nehmen, ein paar Aspekte von Lehre und Forschung in der Informatik und darüber hinaus anzuschneiden.

Ich beginne bei der Theoretischen Informatik, die ich seit über 20 Jahren an dieser Universität vertrete. Die zweite Professur für Theoretische Informatik ist schon viele Jahre lang nur kurzfristig oder vertretungsweise besetzt, was notwendigerweise Einbußen bei mittel- und langfristigen Aufgaben mit sich bringt. Mit zwei Professuren ist die Theoretische Informatik ohnehin der Bereich, der im Gegensatz zur Praktischen und Angewandten Informatik in den letzten Jahren auf professoraler Ebene nicht ausgebaut wurde. Bei den Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (WiMis) hat es zwar eine Verstärkung durch eine halbe Lehrkraft für besondere Aufgaben gegeben; dafür ist aber die WiMi-Stelle, die zur zweiten Professur gehört, über zehn Jahre nicht verfügbar gewesen. Deshalb ist die Überlast der Informatik in den letzten Jahren bei der Theoretischen Informatik besonders spürbar. Das hat dazu geführt, dass trotz der Hilfe durch andere Arbeitsgruppen das Lehrangebot in Theoretischer Informatik schon lange dürftig ist. Ansonsten haben die Beteiligten die Zähne zusammengebissen und durch außerordentliche Anstrengungen Defizite ausgeglichen, so gut es irgend ging. Unter diesen Umständen ist es äußerst entmutigend, dass der Fachbereich und die Universität keine verlässlichen Arbeitsbedingungen garantieren, die zu Planungssicherheit führen und eine wenigstens mittelfristige Perspektive zulassen. Dazu wäre es insbesondere nötig, freiwerdende Stellen fach- und sachgerecht wiederbesetzen zu können, was seit Monaten allerdings nicht möglich ist. Es sei noch angemerkt, dass mangelnde Verlässlichkeit nicht nur Lehre (unter den Bedingungen der Überlast und überhaupt) unerträglich erschwert, sondern auch seriöse Forschung auf Dauer unmöglich macht, jedenfalls wo sie auf Teamarbeit angewiesen ist. Noch funktionieren Lehre und Forschung halbwegs akzeptabel. Wenn aber Ausstattung und Unterstützung weiter reduziert werden, führt das zwangsläufig zu quantitativen
und qualitativen Einbrüchen.

Auch wenn in der Theoretischen Informatik besondere Umstände herrschen, gilt das bisher Dargelegte in den wesentlichen Elementen für die ganze Informatik. Denn über viele Jahre hinweg musste und muss weiterhin mit einer Ausstattung, die in fast allen Belangen unter 100% lag und liegt, eine Lehrlast bewältigt werden, die 100% weit überstieg und nach wie vor deutlich darüber liegt. Dass das auf hohem qualitativen Niveau nicht lange durchzuhalten ist, sollte einleuchten. Das Problem besteht aber nicht nur in der tendenziell sinkenden Qualität, sondern auch in der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber dieser Entwicklung und in dem zunehmenden Neid auf alle Teile der Universität, die dem Druck der Lehre weniger ausgesetzt sind. Wenn sich nun noch auch nur annähernd bestätigen sollte, was als Gerücht die Runde macht, dass nämlich lediglich gut die Hälfte aller WiMi-Stellen der Informatik sicher finanziert sind und der Rest vielleicht bald wegfällt, lässt sich das Fach Informatik in seiner jetzigen Form nicht mehr verantwortbar aufrechterhalten. Wenn die Ausstattung gekürzt wird, müssen auch die Aufgaben beschnitten und die Ansprüche entsprechend herabgesetzt werden. Gute und sehr gute Leistungen in Lehre und Forschung lassen sich nicht erzwingen und sind nicht mit sicherem Erfolg planbar. Der Entzug notwendiger Mittel ist jedoch auf jeden Fall kontraproduktiv und lässt die Stimmung auf den Nullpunkt sinken. Von überbeanspruchten und frustrierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darf man keine Spitzenleistungen erwarten.

Die kritische Lage der Informatik kann aber nicht isoliert gesehen werden, sondern muss auf die Universität insgesamt bezogen werden. Und da verdüstert sich die Einschätzung der Situation noch mehr. Da der Senat jüngst seine Finanzierungsverpflichtungen für die Universität aufgekündigt hat, um hohe Millionenbeträge einsparen zu können, sucht die Universität nun nach einem Weg, 50 von rund 300 Professuren abzuschaffen. Es werden also in den nächsten Jahren nur noch 80 bis 85 Prozent der Universität Bremen übrig bleiben. Das wäre nicht schlimm, wenn heute 20% zuviel wären oder 20% so schlecht arbeiteten, dass es besser wäre, auf sie zu verzichten. Aber Beides trifft wohl nicht zu. Deshalb sind die Sparauflagen ein Desaster: die “Stadt der Wissenschaft” will sich mit einer 80%-Universität begnügen. Es trifft sicherlich zu, dass die Haushaltslage Bremens katastrophal ist. Unter diesen Umständen wäre eine 20%-Kürzung der Universität vielleicht nachvollziehbar, wenn alle Aufgabenbereiche entsprechend eingeschränkt würden. Aber Bremen leistet sich gleichzeitig den Aufbau neuer An-Institute und das Haus der Wissenschaft und finanziert mit der International University Bremen eine Einrichtung mit, die sich eigentlich privat tragen soll. Die Kürzung der Universität Bremen ist also wohl eher eine Umverteilung, bei der einer großen wissenschaftlichen Einrichtung mit vielen vorzeigbaren Erfolgen in Lehre und Forschung Mittel entzogen werden zugunsten kleiner luxurierender Einheiten, deren Erfolgschancen vage sind und die einem fairen Vergleich mit der Universität vielleicht nicht standhalten könnten. Ich jedenfalls wundere mich sehr, dass kein großer Aufschrei durch die Universität geht. Ich wundere mich noch viel mehr, dass ein Wissenschaftssenator die drastische Beschneidung einer – wenn nicht der – Schlüsseleinrichtung in seinem Zuständigkeitsbereich und damit sein wissenschaftspolitisches Versagen anscheinend hinnehmen kann, ohne zum Rücktritt aufgefordert zu werden oder seinen Rücktritt anzubieten. Ich bin ja selbst daran ein wenig beteiligt, die Universität Bremen im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder voranzubringen, vielleicht sogar zu einer der im Rahmen der Förderlinie Zukunftskonzepte zehn meist geförderten Universitäten zu machen. Diese Vision droht zu einer Farce zu verkommen angesichts der tatsächlichen “Wertschätzung”, die die Universität wider allen Sonntagsreden bei der Bremer Politik genießt.

Mit freundlichen Grüßen (und trüben Gedanken)

Hans-Jörg

Typographische Regeln

Monday, October 31st, 2005 | Universität | 3 Comments

Christoph Bier stellt übersichtliche Regeln für lesbarere Texte zusammen.Mit Quellenangabe und Begründung. Sehr lesenswert.

(via Fontblog)

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Also Datenschutz 1

Monday, October 24th, 2005 | Universität | No Comments

Die erste Vorlesung seit langem, die ich mal wieder besuche. Einfach, um etwas mehr Erfahrung in dem Thema zu erlangen.
Aufgabe lautet wie folgt:

Unter welchen Bedingungen dürfen Tankstellen Daten des elektronischen Zahlungsverkehrs und des Warenwirtschaftssystems verknüpfen und u.a. auswerten, wer was im Zeitablauf gekauft hat? Versuchen Sie, die Praxis an einem Beispiel zu rekonstruieren.

Wir sollen ein Gutachten erstellen.
Mit dabei ist mir unbekannter junger Mann, den ich, da ich niemanden in dem Tutorium kannte, nach der Aufgabe her ausgewählt habe. Die Alternative wäre ein Austauschstudent gewesen, aber ich hatte einfach keinen Nerv auf umständliche Absprachen, die von mir zu leistende Korrekturarbeit und die schwierigen Verständnisfragen angesichts des schwierigen Rechtsgebiets. Bin ob meines Partners etwas unsicher, arbeite lieber mit mir bekannten Menschen, aber hoffe mal auf das Beste. Er arbeitet in einer Tankstelle. Vielleicht hilft das.

Wie auch immer, mein Vorgehen skizziere ich ob der etwas knappen Aufgabenstellung in etwa so:
Welche Daten werden üblicherweise bei einem Zahlungsvorgang erhoben?
Auf welchen Grundlagen erfolgt diese Datenerhebung?
An welche Verwendungszwecke sind diese Daten gebunden?
Wie lange dürfen diese Daten gespeichert werden?
Welche Daten kann eine Warenwirtschaftssystem erheben?
Sind hier personenbezogene Daten dabei?
Auf welcher Grundlage erfolgt diese Datenerhebung?
Wie lange dürfen diese Daten gespeichert werden?
Unter welchen Umständen können die beiden Datenarten zusammen verwendet werden?
In wieweit ändern sich hierbei der Status eines Datums?
Welche Begründungen sind hier zulässig?
Welche Anforderungen gibt es an die Begründungen?

Weiter gefasst:
Welche Gesetze greifen hier:
BDSG?
AGBB?
BGB?

Mögliche Hilfen
Bezahlung mittels EC-Karte
Verwendung von Bankdaten für den Vertrieb
Kundenbindungssystem – Ein Gutachten

Wer hat welche Interessen:
Unternehmen an höheren Verkäufen (durch häufigeren Besuch und/oder grössere Ausgaben) pro Besuch
Unternehmen an zielgenaueren Bewerbung (an Tankstellen, die nur lokal genutzt werden brauchen keine Stadtpläne ausliegen)
Unternehmen an Verkauf der gesammelten Daten an andere Unternehmen
Kunde an Schutz seiner Daten (Soll ein Unternehmen wissen, dass der Kunde regelmäßig Schmuddelhefte kauft und ihn deswegen zu Hause mit Werbung für Pornokanäle anschreiben)
Kunde an passenderer Werbung (Kunde bekommt keine Werbung für Dieselfilter, wenn er einen Benziner hat)

Mögliche Praxisbeispiele:
Die Daten werden mithilfe eines Bonuskartensystems miteinander verknüpft.
Die Zahlungsdaten werden mithilfe eines Hashes anonymisiert, sind aber trotzdem eindeutig zuzuordnen, so dass jeder Zahlungsvorgang auf genau diese Person zuzuordnen ist, aber aus dem Hash die Person nicht wieder herasgerechnet werden kann.
Der Zahlungsverkehr wird direkt im Warenwirtschaftssystem mit gespeichert.

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Semiotics for Beginner

Wednesday, August 17th, 2005 | Universität | No Comments

Daniel Chandler hat vor langer Zeit ein Buch über Semiotik online gestellt, eine schöne und preiswerte Einführung.

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Neuer Kooperationsvertrag der Digitalen Medien

Monday, July 4th, 2005 | Universität | No Comments

Der Kooperationsvertrag für die Digitalen Medien läuft aus und soll für weitere 5 Jahre verlängert werden. Es gibt hierzu einen Vorschlag (PDF) vom Hochschulplaner der Uni, Michael Sabaß. Bei einigen Lehrenden der Uni regt sich dagegen Einspruch. Um in die Diskussion auch Studenten einzubinden , findet am 14.7.2005 eine Runde der Hochschullehrer statt, bei der die Studenten mitreden “dürfen” (Ort folgt noch). Warum dies nicht in den dafür zuständigen Gremien diskutiert wird, ist ob der Bedeutung dieses Vertrags jenseits meines Verständnisses.
Ich hab den Vertrag bisher nur kurz überflogen, eine Stelle fiel mir aber schon auf:

Die Fachbereichsra?te der betroffenen Studienga?nge der Hochschulen entsenden jeweils zwei Mitglieder in die Kommission, von denen eines der Gruppe der Professoren angeho?ren muss.

Dieser Vorschlag würde die Repräsentanz von Studenten in der Gemeinsamen Kommission vom Wohlwollen der Professoren und Wissenschaftlichen Mitarbeiter abhängig machen. Während das auf der Uni-Seite (zur Zeit) vielleicht sogar noch machbar wäre, bin ich mir da bei Hochschule und Kunsthochschule nicht mehr so sicher. An dieser Stelle muss im Vertrag auf jeden Fall eine ständige Vertretung von Studenten festgeschrieben werden.
Eher amüsant übrigens das Ende:

Die kann von jeder Hochschule mit einer Frist von einem Jahr zum Ende
eines Studienjahres (Ende des Sommersemesters) schriftlich durch eingeschriebenen
Brief geku?ndigt werden.

Mit Einschreiben? Das zeugt von Vertrauen…

Man wird die Bedenken der Lehrenden anhören müssen, was die Beschränkung ihrer Lehre und Forschung angeht. Hier kann ich mir wegen des unterschiedlichen Stellenwertes der Forschung an Uni und Hochschule noch interessante Diskussionen (besonders im finanziellen Teil) vorstellen.

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Reich und berühmt

Thursday, June 30th, 2005 | Universität | No Comments

Hanjo fand das neue Vorlesungsverzeichnis der Kulturwissenschaften. Das Titelbild wurde in der Mensa gemacht:

Vorlesungsverzeichnis KuWi SoSe 2005

Nun warten Hanjo, Chris Crawford und ich auf weitere Modelaufträge. Heidi Klum kann sich schon mal warm anziehen.

Datenbanken-Diplomprüfung

Thursday, June 16th, 2005 | Universität | 4 Comments

gestern Note bekommen, mit 2,7 bestanden. Unzufrieden, aber was solls, kanns ja nicht mehr ändern. Jetzt kommt noch ein theoretisches und ein angewandtes Thema der Informatik. So langsam kann es auch mit dem Bloggen wieder losgehen, die Zeit ist jetzt da.

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